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Allgemeine Encyclopädie HIS-Data
5139-1-1-018-1
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Werk Bearb. ⇧ 1. Th.
Artikel: Aarauer Friede
Textvorlage: Göttinger Digitalisierungszentrum
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  Aarauer Friede. Durch denselben wurde der sogenannte Toggenburger oder Zwölfer- (1712) Krieg zwischen den eidgenössischen Cantonen Zürich und Bern auf der einen, und Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug auf der andern Seite beendigt. Nachdem Luzern und Uri denselben am 18. Juli 1712 zu Aarau bereits unterschrieben und besiegelt, unmittelbar hierauf aber durch Factionen, den Einfluß der Nunciatur und der Geistlichkeit hingerissen, die Feindseligkeiten wieder erneuert hatten, (s. Toggenburger Krieg) wurde der Friede endlich am 9 und 11 August zu Aarau von den sämmtlichen sieben kriegführenden Ständen geschlossen. Die in dem ersten Abschlusse angenommene Abtretung der Rechte der fünf letzteren Stände auf die Grafschaft Baden und die Freiämter bis Hermetschtweil und Fahrwangen wurde bis auf eine vorgerückte Scheidelinie von Leukhofen nach Fahrwangen ausgedehnt. Uri, Schwyz und Unterwalden überließen ihre Rechte auf Rapperschweil an Zürch und Bern. Dieser letzte Stand wurde in die Mitherrschaft des thurgauer Rheinthals, Sargans und der Fr. Ämter aufgenommen. Auch wurden die übrigen staatsrechtlichen, insbesondere die Religions- Verhältnisse in den gemeinen Herrschaften näher bestimmt. Dieser Friede erhielt daher auch den Namen des neuen Landfriedens.
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HIS-Data 5139-1-1-018-1: Allgemeine Encyclopädie 1. Sect. 1. Th.: Aarauer Friede HIS-Data Home
Stand: 7. Oktober 2017 © Hans-Walter Pries