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Zedler: Nutzbar HIS-Data
5028-24-1724-17
Titel: Nutzbar
Quelle: Zedler Universal-Lexicon
Band: 24 Sp. 1724
Jahr: 1740
Originaltext: Digitalisat BSB Bd. 24 S. 881
Vorheriger Artikel: Nutzarade (Adam)
Folgender Artikel: Nutzbare (der)
Siehe auch:
Hinweise:

  Text Quellenangaben
  Nutzbar, Nütze, Nützlich, Utile, bedeutet im weitern Verstand überhaupt das gute, welches etwas in seiner Dauerung und seinem Wesen erhält, es mögen nun in Ansehung des Menschen unmittelbare Güter seyn, die an und vor sich selbst als Güter verlangt werden müssen, als die Gesundheit, die Erkänntniß des wahren, die Tugend; oder mittelbare, die nur als Mittel, so zur Erlangung der unmittelbaren dienen, anzusehen sind, wie Reichthum, Ehre und viele andere Sachen.  
  Man nimmts auch in engerm Verstand, da denn bekannt ist, wie man in den Schulen das Gut in das ehrbare, belustigende, und nützliche theilet, daß das letztere sey, welches man wegen eines andern verlange, das belustigende aber und das ehrbare wegen sein selbst, dergleichen nutzbares Gut wäre z.E. das Geld, ein Pferd u.s.f. wobey aber Thomasius in der Einleitung der Sitten-Lehre … unterschiedenes erinnert.  
  Müller in denen Anmerckungen über Gracians Oracul … meynet, man solte diejenigen Sachen, die nur zur Erlangung eines Guten, nemlich eines unmittelbahren Guten, so an und vor sich selbst ver-  
  {Sp. 1725|S. 882}  
  langt werden müsse, dienten, lieber nutzbare Dinge, als würckliche Güter nennen, weil sie an sich selbst keine Güter wären.  
  In denen Rechten wird nutzbar alles dasjenige genannt, wodurch einem ein besonderer Genuß oder Vortheil zuwächst, u. dessen Umstände also würcklich verbessert werden.
  • l. quod dicitur. §. fin. ff. de impens. in res dotal. fact.
  • l. impensae ff. de verb. sign.
  • u.a.
  • Albericus,
  • Pratejus,
  • Spiegel.
  Siehe auch oben die Artickel: Nützliche.  
     

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Stand: 23. Januar 2013 © Hans-Walter Pries