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Zedler: Bücher-Vorrath, Bibliotheck [3] HIS-Data
5028-4-1803-4-03
Titel: Bücher-Vorrath, Bibliotheck [3]
Quelle: Zedler Universal-Lexicon
Band: 4 Sp. 1813
Jahr: 1733
Originaltext: Digitalisat BSB Bd. 4 S. 922
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Stichworte Text   Quellenangaben
Bibliotheken in Frankreich In Franckreich sind in vielen Städten Bibliothecken, als zu Rourges, Rouen, von welcher in der Histoire de l'Eglise Cathedrale de Rouen Metropolitaine et Primatiale de Normandie, a Rouen 1687. in 4. Lion, und andern Örtern; Pariß aber hat hierinnen einen besondern Vorzug, von deren Bibliothecken wir die vornehmsten erzehlen wollen. Es hat von denenselben überhaupt gehandelt Daniel Maichelius de praecipuis Bibliothecis Parisiensibus … 1721. in 8vo.
 
1.) Die Bibliotheck derer Advocaten ist in dem Vorgebäude des Ertz-Bischöflichen Pallasts bey der Kirche Nostre Dame. Der Stiffter ist Stephan Gabriel Riparfond, JCtus, welcher seine Bibliotheck 1704 mit gewissen Einkünfften vermacht hat. Sie bestehet aus Juristischen Büchern, und ist von 2. Uhr biß auf den Abend offen.
Siehe neuesten gelehrten Staat von Pariß, dessen Autor Buderus Jenae 1724. in 8vo. …
 
2.) Stephani Baluzii Bibliotheck bestund aus 34.900 gedruckten Büchern,
 
  {Sp. 1814}  
 
und etlichen 40. MStis. Der Catalogus ist nebst dem von Baluzio selbst geschriebenen, und voran gesetzten Leben des Baluzii, in 2. Tomis, Pariß 1719 heraus gekommen, die Bibliotheck aber 1709 im May verauctioniret worden.
Neuester Staat von Pariß.
 
3.) Des Abts Bignons, Bibliotheck hat aus 60000. Büchern bestanden; der Abt hat solche an Laws verkauffen wollen, als aber derselbe aus Franckreich gegangen, hat er solche wieder angenommen, und einem Theil daran an die Kön. Bibliotheck verkaufft, den größten Theil aber dem Cardinal du Bois.
Neuester gelehrter Staat von Pariß
 
4.) Die Bibliotheck derer Coelestiner, bey der Pforte S. Antoine an der Seine, bestehet aus 10000. gedruckten Büchern, und sehr wenigen MStis. Die Raritäten der Bibliotheck bestehen in alten Editionen, worunter eine Bibel zu Pariß 1476. Speculum Vitae Humanae, und Speculum Humanae Salutis, welches nur hier, und in der Sorbonne anzutreffen seyn soll.
Neuester Staat von Pariß
 
5.) Nach der Königl. ist die Colbertinische die wichtigste, zumahl was die Griechische MSta anbetrifft. Die Anzahl derer MStorum beläufft sich auf 9000. und die gedruckten auf 18000. Die merckwürdigsten Codices sind:
 
  • Liber de mortibus persecutorum, Fragmenta LXX Interpretum, wie sie in denen Hexaplis Origenianis gestanden, welcher Codex mit dem berühmten Alexandrinischen zu Londen überein kommen soll; 809. Currius Jahr alt;
  • Fragmenta des Origenis, Eusebii und anderer Griechischen Patrum, die sich durch ihre Lehren verdächtig gemacht, worüber die hitzigen und unverständigen Schreiber gesetzet. pseudē und anathema Soi.
  Von denen ersten Editionen ist die Maynzer Lateinische Bibel 1462 und die Nürnberger deutsche Bibel 1478; Eusebii Historia Ecclesiastica lateinisch mit Ruhni Fortsetzungen zu Mantua 1479. Die Bibliotheck ist aus der Thuanischen sehr vermehret worden. Der Stiffter ist Jean Baptist Colbert gewesen, und A. 1724. hat sie dessen Sohn, Herr de Seignelay annoch besessen. Sie ist, wegen des freyen Gebrauchs, mehr eine öffentliche, als Priuat-Bibliotheck zu nennen.
Neuester Staat von Pariß
 
6.) Die Bibliotheck des Jesuiter-Collegii Ludoviciani ist A. 1605. entstanden, und ist durch unterschiedene Vermächtnisse biß auf 47. oder 50000. gedruckte, und 600. geschriebene Bücher angewachsen.
Neuester Staat von Pariß
 
Die MSta sind zwar neu, unterdessen deßwegen hoch zu schätzen, weil sie Originale, von noch nicht gedruckten Memoires sind.
Journal Literaire
 
7.) Die Bibliotheck derer Prediger-Mönche des Collegii S. Jacob bestehet aus 8000. gedruckten Büchern, und etl. lateinischen MStis,
Neuester Staat von Pariß.
 
8.) Die Bibliotheck des Collegii von Navarra hat 900. geschriebene, und 7000. gedruckte Bücher.
ib. …
 
9.) Die Bibliotheck des Convents S. Caroli oder Congregationis Christianae Doctrinae bestehet aus etlichen wenigen MStis Codicibus und 12000. gedruckten Büchern.
ib.
 
10.) Die Bibliotheck derer Franciscaner in der Vorstadt S. Germain hat 50 lateinische MSta, und 10000. gedruckte Bücher.
ib. …
 
11.) Des Abt Dangeau Bibliotheck gehöret unter die Priuat-Bibliothecken.
ib. …
 
12.) Des Marechal de Etrêcs
 
  {Sp. 1815|S. 923}  
 
soll 20000. Volumina, viele Musicalia, und alle Wercke des Lulli haben.
ib. …
 
13.) Des Herrn von Focault Bibliotheck gehöret unter die Priuat-Bibliothecken.
ib. …
 
14.) Die Bibliotheck der Abtey S. Genovefae ist eine derer größten. Sie ist durch die Vermächtnisse des Flexelles, du Moulinet, Athanasii Rhetoris, eines Constantinopolitaners, welcher 1678. zu Pariß verstorben; des Caroli Mauritii Tellier, sehr vermehret worden. Die Bibliotheca Telleriana, bestunde alleine aus 16000. Büchern. Die Anzahl derer MStorum ist etwan 600. indem die meisten aus der Tellerianischen Bibliotheck, der Königlichen einverleibet worden sind; derer gedruckten aber sind 60000. Bey dieser befindet sich ein Kunst-Cabinet, welches Mollinet in Musaeo Antiquitatum Genovefae beschrieben hat: Bey dessen Anfange von der Bibliotheck gehandelt wird.
Neuester Staat von Pariß.
 
15.) Die Bibliotheck des Benedictiner-Closters S. Germain des Prez hat ihren Ursprung von dem Pater Dubrevil, einem Mitgliede dieses Closters, welcher 1614. gestorben. Sie ist so wohl durch die Vorsorge dieser gelehrten Mönche, als auch durch die Vermächtnisse S. Mr. Darrhii, JCti, Mr. Vaillant, Medici, Mr. Baudrand Geographi, des Abts Renaudot, und des Ertz-Bischoffs d'Etrées, dessen Bibliotheck allein in 12000. Voluminibus bestanden, so sehr vermehret worden, daß sie 42000. Bände, worunter 1200. Codices MSti sind, begreift.
ib. …
 
16.) Die Königliche Bibliotheck hat eigentlich ihren Anfang vom König Carl V. und VI. indem die Bücher-Sammlungen des Kaysers Carls, des Königs Ludovici Pii, und Caroli Calui mehr Priuat- als öffentliche gewesen sind. Zu den Zeiten Ludwigs XI. kam die Buchdrucker-Kunst A. 1470. aus Deutschland nach Pariß. Hierdurch wuchs die Bibliotheck, in welche die besten neu-gedruckten Sachen gebracht worden. König Carolus VIII. vertraute dem Roberto Guaguino die Bibliotheck, und ließ dieselbe reichlich durch ihn vermehren. Ludovicus XII. that ein gleiches. Franciscus I. legte 1527. auf dem Schloß Fontenebleau eine Königl. Bibliotheck an. Guilielmus Postellus, Justus Fenellus, Petrus Gillius wurden in fremde Länder, sonderlich nach dem Orient gesendet, MSta zu kauffen. Dieser Schatz wurde dem Guilielmo Budaeo, und nach ihm dem Petro Castelleno anvertrauet. Henricus II. vermehrte denselben nicht nur mit MStis, sondern privilegirte auch die Buchdruckereyen mit dem Bedinge, daß sie die besten Wercke nach Hof liefern musten. Seine Gemahlin Catharina de Medices brachte viel schöne Codices MStos nach Franckreich. Carolus IX. vermehrte dieselbe mit denen MStis aus der Bibliotheck des Ranconnet.
 
 
Amiot, der Praeceptor des Königs, war Bibliothecarius. Ihm folgte Jacobus Augustus Thuanus. Beyde waren grosse Beförderer des Bücher-Schatzes. Unter dem Könige Henrico IV. wurden die kostbaren MSta der Catharinae von Medices, welche bey einem Abte, Jean Baptiste Beneiregnio verborgen gewesen, in die Kön. Bibliotheck gebracht. Ludovicus XIII. vermehrte dieselbe so wohl durch die 1640. angelegte Kön. Buchdruckerey, als durch die Erkaufung der Bibliotheck des Phil. Huralti, Bischoffs zu Cahors, welche 12000. Livres kostete. Ludovicus XIV. that ein gleiches, und schickte den Mabillon nach Deutschland und Italien, den Bücher-Schatz zu vermehren. Bey
 
  {Sp. 1816}  
 
Minderjährigkeit Ludovici XV. hat der Hertzog von Orleans, Regent, die Bibliotheck des Stephani Baluzii darzu erkauft. Sie stehet in dem Hostel du Nevers Rüe Richelieu. Ihre Anzahl erstrecket sich auf 16000. MSta und 80000. gedruckte Bücher. Unter denen Raritäten ist sonderlich der Heydnische Leichen-Schmuck des Childeric, welcher 1553. zu Dornick gefunden worden, merckwürdig.
 
 
Der Catalogus dieser Bibliotheck, ist von Nicolao Clemente, Unter-Bibliothecario, verfertiget, aber nicht gedruckt worden. Einer begreift die Nahmen derer Auctorum, und bestehet aus 22. Voluminibus in fol. Der andere fasset die Titel derer Bücher, in 14. Bänden, in folio. Den Catalogum einiger MStorum findet man in des Philippi Labbei nova Bibliotheca … Parisiis 1653. 4.
Wir finden von dieser Bibliotheck Nachricht in des
  • Gabriele Naudaei Addition al'Histoire de Louis XI. …
  • Lomeier apud Schmidium …
  • Montfaucon in Palliographie …
  • Struu. l.c. … ad eum Colerus.
  • Neuesten Staat von Pariß
 
17.) Die Lamogninana ist wegen des von Adrian Baillet über sie in 32. Voluminibus verfertigten Catalogi bekannt worden.
 
 
18.) Die Bibliotheck des Abts de Longerüe gehöret unter die heutigen Priuat-Bibliothecken.
Neuester Staat von Pariß
 
19.) Bibliotheck de la Maison Professe a la Rüe S. Antoine, hat ihren Ursprung von dem Stiffter dieses Hauses, dem Cardinal von Bourbon, Peter Daniel Huetius hat seine Bibliotheck von 8000. Bänden, und der Peter Turnemine seine von 7000. Büchern derselben vermachet. Sie bestehet ohngefehr aus 20000. Büchern.
ibid. …
 
20.) Die Mazarinsche Bibliotheck ist von dem berühmten Cardinal Mazzarino gestifftet worden. Sie wird auch die Bibliotheck des Collegii des quatre nations, welches Collegium dieser Cardinal gestifftet, genennet. Der Cardinal bediente sich in Sammlung dieses Bücher-Schatzes des Gabriel Naudaei. Als der Cardinal wegen innerlicher Unruhen aus Pariß weichen muste, so solte diese Bibliotheck auf Befehl des Parlaments öffentlich verkauffet werden. Naudaeus vermeynte zwar diesem Übel durch nachstehende Schrifft vorzubeugen: Aduis a nos Seigneurs … 1652. in 4. Allein der Befehl wurde vollstreckt, und die MSta der Königlichen Bibliotheck einverleibet. Als der Cardinal wieder zurücke kam, kaufte er so viel Bücher, als er habhafft werden konte, wieder an sich. Auf diese Weise bekam er auch die Bessianische Bibliotheck, dahero die jetzige Mazarinische in 37000. Büchern bestehet. Bey seinem Sterben vermachte sie der Cardinal dem Könige
  • Struu. l.c. … et ad eum Colerus.
  • Neuer Staat von Pariß.
 
21.) Die Bibliotheck der Minimen a la Place Royal ist erstlich von denen fratribus dieses Ordens auf eigene Kosten gesammlet, hernachmahls aber durch unterschiedene Vermächtnisse vermehret worden. Besonders ist hierunter des Js Launoji, Doctoris der Sorbonne, zu mercken, welcher nebst 200. Ducaten den halben Theil seiner Bibliotheck diesen Kloster vermachte, wovon Maichelius in Introductione ad Historiam
 
  {Sp. 1817|S. 924}  
 
… gehandelt; sie bestehet aus 10000. Stück, gedruckten, und 300. geschriebenen Büchern, welche letztere mehrentheils zur Erläuterung der Kirchen-Sachen gehören.
Neuer Staat von Paris
 
22.) Die Bibliotheck des Herrn de la Moignon gehöret unter die heutigen Privat-Bibliothecken, wohin auch
 
 
23.) Die Bibliotheck des Hertzog von Noailles zu rechnen.
ib. …
 
24.) Die Bibliotheck derer Patrum des Oratorii á la rüe S. Honore hat zugleich mit der Stifftung dieses Closters 1611. den Anfang genommen. A. 1620. hat der Pater Achilles de Harley derselben eine gute Anzahl MSta, welche zu Constantinopel, Thessalonich und andern Orten in türckischen Gebiethe aufgesuchet worden, ingleichen auch gedruckte Bücher zu dieser Bibliotheck verehret. Pater Charles le Cointe hat dieselbe mit Historischen Büchern vermehret. Sie zählet 800. Codices MStos. worunter 600 Orientalische zu befinden, und 21000. gedruckte Bücher. Unter denen MStis ist sonderlich der Pentateuchus Samaritanus zu mercken, dessen sich Jay in denen Bibliis Polyglottis, Parisiensibus bedienet.
Neuester Staat von Pariß
 
25.) Die Bibliotheck derer Petits Peres oder Augustiner Barfüsser, hat ihren Anfang 1650. genommen, und ist sonderlich damahls Pater Bonauenture de S. Clara, vor sie besorgt gewesen. A. 1682. ist die Bibliotheck des Herrn le Croux die ungefähr aus 22000. Stück bestehet, dazu gekommen. Es sparen auch die Patres keine Mühe, immer neue Bücher anzuschaffen
ibid. …
 
26.) Die Bibliotheck derer Prediger Mönche à la rüe S. Honore ist mit der Stifftung dieses Hauses 1613. entstanden. Der Pater Jacobus Goar hat sich nach seiner Zurückkunfft viel Mühe gegeben, dieselbe zu vermehren. Sie bestehet aus 25000. gedruckten und 2000. geschriebenen Büchern, wovon die letzten meistentheils des Goari gewesen sind, und in Arabisch-Syrisch-Äthiopischen bestehen. Einige aber hat auch Ludov. Piquesius dahin vermacht.
ibid. …
 
27.) Die Bibliotheck des Abts de Renaudot gehöret unter die heutigen Priuat-Bibliothecken, ibid. p. 211. wohin auch
 
 
28.) Des Cardinals de Rohan zu rechnen, in welcher der meiste Theil der Thuanischen Bibliotheck vorhanden.
ibid. …
 
29.) Der Grund zu der Bibliotheck der Theologischen Facultät in der Sorbonne ist 1289. geleget worden, da man 1017. MSta zusammen gebracht hat. Hierauf vermachte der Cardinal Richelieu seine Bibliotheck an dieselbe. Seine Meynung war zwar, daß eine öffentliche Bibliotheck daraus werden solte, die Doctores aber brachten es dahin, daß sie in eine Priuat-Bibliotheck verwandelt wurde. Der Secretaire des Richelieu, Michcel le Masle vermachte gleichfalls seine weitläufftige Bibliotheck, nebst gewissen jährlichen Einkünfften zu derselben Vermehrung A. 1646. dahin. Es ist eine schöne Anzahl von Theologischen Büchern, und ersten Editionen vorhanden, worunter 800. Bibeln von verschiedenen Editionen anzutreffen. Ingleichen ist daselbst ein, in die alte Frantzösische Sprache zu den Zeiten Carolus V. übersetzter Liuius in zwey grossen Folianten, welche nach der damahligen Art, mit goldenen Buchstaben und Gemählden en Mignature gezieret sind.
ibid.
 
30.) Die ehemahlige Seguierische Bibliotheck ist ehemahls von den Cantzler Petro Seguirio auf-
 
  {Sp. 1818}  
 
gerichtet worden. Es ließ derselbe die schönsten u. besten Codices MStos, so wohl Orientalische, als andere zusammen suchen. Nach seinem Tode ist dieser Schatz an seinen Erben Henricum Carolum Cambout de Coislin, Duc et Pere von Franckreich, Ertz-Bischoff zu Metz, und Ur-Enckel des Cantzlers gekommen. Sie führet jetzo den Nahmen Coislinianae, und begreift 4000. MSta, worunter 400. alte Griechische sind, davon ein grosser Theil, aus denen auf dem Berge Atho in Griechenland befindlichen Clöstern, gekommen ist. Die allerältesten Codices sind daselbst, die Episteln Pauli vom 5ten oder 6ten Seculo, die Opera Cypriani vom 6ten Seculo, Montfaucon hat einige davon in dem Catalogo Bibliothecae Coislinianae, Paris 1717. fol. beschrieben. Nunmehro stehet diese Bibliotheck bey denen Patribus des Benedictiner-Klosters S. Germain des Prez.
ibid. …
 
31.) Jacobus Augustus Thuanus hat an seiner Bibliotheck 40. Jahr gesammlet, und 20000. Thlr. auf den Band gewendet. In seinem Testamente verboth er zwar, daß dieselbe nicht sollte vereinzelt werden, es geschahe aber dennoch nach dem Tode seines Sohnes gleiches Namens. Die Codices MSti sind aus derselben in die Colbertinische Bibliotheck gekommen.
Struu. l.c.
 
32.) Die Telleriana ist, wie bereits oben gemeldet, der Abtey S. Genovefae, von dem Stiffter, verehret worden.
Neuester Staat von Pariß
 
33.) Die Bibliotheck derer Canonicorum in der Abtey S. Victor ist zugleich mit der Abtey 1113. gestifftet worden. A. 1640. ist sie durch die von du Bouchet de Bournonville dahin vermachte Bibliotheck vermehret worden, welchem Exempel de la Tralaye und 1703. Cousin gefolget. Es sind in derselben 3000. Codices MSti und 40000. gedruckte Bücher, welches aber nur meistentheils Theologische Sachen sind.
ibid. …
  Von denen Frantzösischen Bibliothecken ist noch dieses überhaupt zu mercken, daß man, um sich die MSta dererselben bekannt zu machen, des Montfauconii Palaeographiae Graecam, und Mabillonii de Re Dipolomatica sich bedienen müsse. Colerus ad Struu.
     

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Stand: 4. Januar 2013 © Hans-Walter Pries