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Zedler: Caussa. Es ist dieses ein Attributum des Entis HIS-Data
5028-5-1697-12
Titel: Caussa. Es ist dieses ein Attributum des Entis
Quelle: Zedler Universal-Lexicon
Band: 5 Sp. 1697
Jahr: 1733
Originaltext: Digitalisat BSB Bd. 5 S. 790
Vorheriger Artikel: Causoma
Folgender Artikel: Caussa, die Ursach, wird bey denen Medicis
Siehe auch:
Hinweise:
  • Allgemeine Bemerkungen zur Textgestaltung siehe Hauptartikel
  • Für die Auflösung der Quellenangaben siehe: Personen
  • Transkribierter griechischer Text der Vorlage

  Text Quellenangaben
  Caussa. Es ist dieses ein Attributum des Entis, und gehöret dessen Betrachtung in die Metaphysic und deren besonderen Theil, in die Ontologie. Im Teutschen heißt es Ursache, und sehen wir nicht, was Walchen in Lexico Phil. p. 352 bewogen haben möchte, diesem Worte engere Grentzen zu setzen, als dem Lateinischen Caussa. Da wir aber dessen Gründe nicht wissen, können wir keine besondere Einwendungen machen, sondern beruffen uns nur überhaupt auf die gemeine Erfahrung.  
  Ehe wir auf die Sache selber kommen, wird es nöthig seyn, von der Bestimmung des Wortes noch etwas zu erinnern. Der weitläufftigste Begriff dieses Wortes ist dieser, daß die Caussa ein Attributum Entis sey, nach welchem wir die Hervorbringung eines Dinges von dem andern in unsern Gedancken nicht begreiffen können, ohne an dasselbe, welches zur Hervorbringung etwas mit beyträgt, zu gedencken. Unter diesem Begriffe stehen alle diejenigen Caussae, welche man sonst nach dem engeren Verstand dieses Wortes von der Ordnung derer Caussarum auszuschlüssen pfleget.  
  Es ist dieses die Caussa sine qua non. Plato hat dieselbe unter dem Namen aition hou ouk aneu hervorgebracht. Sie trägt zu der Würckung eigentlich nichts bey, aber die Würckung würde nicht da seyn, wenn dieselbe nicht vorhergegangen wäre. Cain würde seinen Bruder Abel nicht erschlagen haben, wenn ihn nicht Adam gezeuget hätte: Also war Adam bey den Todtschlag unter denen beyden Brüdern Caussa sine qua non. Ga-  
  {Sp. 1699/1700}  
  lenus hat sie also definiret, quae quidem ad effectum nihil confert, nec tamen a conferentibus separari potest.  
  Ferner gehört die Privatio hieher, in wie fern sie von dem Aristotele unter die Caussas gerechnet wird; denn ohne dieselbe kan offtermahls ein Effect nicht hervor gebracht werden: gleichwohl aber kan man der Privationi, als einem non-enti, keine Krafft, welche zum Begriffe der Ursache im engern Verstande gehöret, zuschreiben.  
  Nach dem nähern Begriffe bedeutet dieses Wort ein Attributum eines Entis, nach welchem solches mit einer Krafft begabet ist, ein anderes Ding, das durch sich selbst nicht existiren kan, durch die würckliche Anwendung dieser Krafft zur Existentz und Würcklichkeit zu bringen. Man siehet gar leicht, wie dieser Begriff in Ansehung der würckenden Krafft in das andere Ding von dem obigen unterschieden ist.  
  Hierbey wird annoch angeführet, daß zwischen der Caussae und Caussato, und dem Principio und Principiato ein Unterschied sey. Der Grund einer Sache begreifft mehr unter sich, als die Ursache. Man nennet alles einen Grund, aus welchem eine Sache auf eine jede Art folget. Diese Art kan dreyerley seyn.  
  Erstlich folget eine Sache aus der andern in Ansehung der Beschaffenheit der innerlichen Theile des Wesens, und da sind Forma et Materia Principia essendi: hernach ist der Erfolg fiendo, da äusserliche Dinge etwas hervorbringen, und da sind die eigentlich so genannte Ursachen Efficiens und Finalis die Principia fiendi: Letztlich folget eine Sache aus der andern, in Anlegung unsers Verstandes, da wir die Dinge nicht nach ihrem esse objectivo ansehen, sondern nach ihrem esse formali, wie sie in unserm Verstande sind: und da sind es Principia cognoscendi.  
  Aristoteles Metaph. V. 1. hat diesen weitläufftigen Begriff von dem Principio, und nach demselben sind Caussa und Principium als Species und Genus von einander unterschieden. Inzwischen kehren sich die Gelehrten in dem Gebrauche sehr wenig an diesen Unterscheid: nur in Ansehung unserer Erkänntniß scheinet der Unterscheid deßwegen unentbehrlich zu seyn, weil wir nicht nur den Effectum aus der Caussa, sondern auch die Caussam aus denen Effectibus erkennen, da dann das Caussatum zum Principio, die Caussa aber zum Principiato wird.  
  Sonst setzet man auch den Nutzen dahin, daß man in Betrachtung des göttlichen Wesens, sowohl wie seine Thätigkeiten gegen die Welt, von ihm selbst abhangen, als auch wie die drey Personen von einander unterschieden sind, und GOtt der Vater GOtt den Sohn: beyde aber GOtt den Heiligen Geist hervorbringen, sich behutsamer durch Principium und Principiatum, als durch Caussa und Effectum ausdrücke. Scheibler Metaph. …
  Hierbey ist nun freylich zu beobachten, daß, was die drey Personen in der Gottheit anbetrifft, man viel besser thue, wenn man sich alles Nachsinnens enthält, und also eine dem Verstande schlechterdings unbegreifliche Sache nicht einmahl auszudrücken  
  {Sp. 1701/1702|S. 791}  
  bemühet ist. Eine an sich undeutliche Sache kan durch keine Art derer Wörter deutlich gemacht werden.  
  Was aber die Eigenschafften GOttes anbelanget, so müssen wir das Wesen selbst und unsere Erkänntniß von demselben wohl unterscheiden. In Gott sind nicht mehrere realiter von einander unterschiedene Dinge, so, daß eines das andere, als Caussa den Effectum hervorbrächte. Nur die erschaffene Natur bestehet in denen Reyhen derer aus einander folgenden Caussarum u. Effectum. Diese ist ein Ens successivum, bei welchem die vorher noch nicht gewesenen Effectus aus denen vorhergehenden Caussis entspringen.  
  Gott seyn, und ein Geschöpf seyn, wiederspricht sich selber: und kan in Gott kein vorher noch nicht gewesener Effectus, welcher ein Geschöpffe ist, gefunden werden. Er ist ein Ens permanens, in welchem weder etwas vorhergehen, noch folgen kan. Denn beydes begreifft nebst der Entitate die Non-entitatem, welches der Grund der Endlichkeit der Creaturen ist, in sich. Nach unserer Erkänntniß hingegen folgt eine göttliche Eigenschafft aus der andern, weil unsere Erkänntniß ein natürliches Ding ist, in welchem eine Erkänntniß immer vor die andere hergehet. Da nun von unserer Erkänntniß das Wort Principium gebräuchlicher ist, als Caussa, so ist es besser, sich dessen zu bedienen, indem dadurch zugleich angezeiget wird, daß die Folgerungen derer göttlichen Eigenschafften nur in unsern Gedancken, nicht aber in dem göttlichen Wesen selbst, anzutreffen.  
  Die Erklärung des Wortes Caussae ist also ausgemacht, und bedienen wir uns dessen in dem Verstande, daß es ein Attributum entis ist, nach welchem ein Ding mit einer Krafft begabet ist, ein anders, das durch sich selbst nicht seyn kan, durch würckliche Anwendung solcher Krafft zur Würcklichkeit zu bringen. Andere Definitiones derer Scholasticorum siehe in Chauvin. Lex. v. Caussa.  
  Es gehören also 3 Stücke zu einer Ursache:  
 
1) die Krafft, wodurch die Caussa den Effectum hervorbringet, welche Ratio caussandi genennet wird:
 
 
2) das Subjectum, welches diese Krafft besitzet, solches wird Caussa genennet:
 
 
3) die würckl. Anwendung der Krafft, welche Influxus caussalis, Status caussandi, Caussalitas heist.
 
  Aus diesem erkennet man den Satz: Posita caussa in actu caussandi ponitur effectus. Ferner folget hieraus, daß nicht alles, was zur Hervorbringung einer Würckung vonnöthen ist, gleichwohl aber seine Kräffte eigentlich dabey nicht anwendet, in diesem Verstande keine Caussa könne genennet werden, wie solches allbereit oben erinnert worden.  
  Die Effectus sind mancherley, also können die Caussae auch nicht einerley seyn. Die Weltweisen haben sich deswegen bemühet, die unterschiedenen Arten derselben zu finden. Die Aristotelische Secte hat hierbey das meiste Ansehen bekommen. Arist. Met. V. 1. theilet sie in die innerlichen und in die äusserlichen. Die innerlichen sind die Materialis und Formalis, die äusserlichen sind Efficiens und Finalis. Von der Forma-  
  {Sp. 1703/1704}  
  li, Materiali und Finali werden wir an ihren eigenen Örtern handeln, hier insonderheit aber die Efficientem erklären, nachdem wir vorhero noch etwas von denen Caussis in genere werden erinnert haben.  
  Die Alten sind in denen Eintheilungen der Caussarum nicht einig gewesen. Aristot. Metaph. I. Lib. 3. hat deren Erwehnung gethan, und die Gedancken des Senecae Ep. 63. verdienen weitläufftiger von uns betrachtet zu werden. Nach seiner Meynung erfordern die Stoici zwey Dinge zu Hervorbringung einer Sache, Caussam und Materiam. Die Materia ist vor sich ungeschickt, kan aber zu allen Dingen gebraucht werden, sie verrichtet nichts, wenn sie nicht beweget wird. Die Caussa hingegen gibt der Materie eine Veränderung, sie wendet sie, wohin sie will, und bringet unterschiedenes aus derselben hervor.  
  Die Stoici haben nur also eine Caussam, nempe id, quod facit, dessen Oppositum ist die Materia, ex qua quid fit.  
  Aristoteles hat vier Caussas:  
 
  • die Materiam id ex quo,
  • die Efficientem id a quo,
  • die Formam, id quo,
  • und die Finalem id propter quod aliquid fit.
 
  Plato hat die 5te hinzu gethan, nemlich das Exemplar id ad quod aliquid fit. Der gantze Streit läufft dahinaus, daß die Stoici die Caussam in sensu strictiori, die Platonici und Aristotelici in sensu latiori genommen haben.  
  Inzwischen halten doch alle Secten die efficientem pro potiori, und die übrigen nur pro supervenientibus, wie Seneca redet. Von dieser werden wir auch hier handeln, und die Abhandlung der übrigen an gehörigen Orten beybringen. Es ist dieselbe eine Grund-Ursache eines Dinges, welche mit einer Facultate oder Fähigkeit zu einer gewissen Würckung begabet ist, durch deren würckliche Anwendung sie etwas, das vorhin nicht war, aber doch als eine Potentia in ihren und zuweilen andern Mit-Ursachen Kräfften verborgen war, ausser sich und zur würcklichen Existentz bringt.  
  Die Caussalität bestehet also, nach aller Meynung, in dem Thun oder Würcken, durch welches der Effect zur würcklichen Existentz gebracht wird. Die Definitio Aristotelis Metaph. V. 1. sie sey id, unde primum principium mutationis, aut quieris est, ist zu enge, indem solche nur auf Caussam efficientem principalem, minus principales aber nicht mit darunter begriffen werden: doch könten auch diese letztern mit dem Seneca vor keine Caussae efficientes, sondern nur vor nöthige Hülffs-Mittel angesehen werden. Allein der Gebrauch stehet auf der andern Seite.  
  Ratio caussandi bestehet in dem denen Caussis beywohnenden Vermögen; dieses ist nun der Natur nach zweyerley. Einige Ursachen würcken nach Idéen, andere hingegen haben nur bloß elementarische oder cörperliche Bewegungs-Kräffte. Die ersten heissen idealische oder Geistige, die letztern mechanische oder cörperliche Ursachen. Die Geistige sind wiederum darinnen unterschieden, daß einige mit thätigen Verstand versehen sind, andere  
  {Sp. 1705/1706|S. 792}  
  aber nicht.  
  Hier entstehet die Peripatetische Eintheilung in caussas naturales et voluntarias seu liberas. Aristoteles Metaph. IX. 2. et Phys. VIII. 1. hat hiervon gehandelt. Die Naturales würcken nach ihrer bestimmten Krafft, welche sie anzuwenden beständig bemühet sind, so lange nemlich die zum Würcken nöthige Umstände vorhanden sind. Hieraus kan man den Peripatetischen Satz verstehen lernen: Caussa Naturalis agit ad extremum suae potentiae. Sie thut, so viel sie kan, wenn sie auch Wiederstand leidet: und ihre Handlung wird nur nach der Gleichheit der Grösse des Wiederstandes gehindert. Das beste Phaenomenon bey dieser Sache ist die Waage.  
  In die Ordnung dieser natürlichen Ursachen gehören alle Mechanische, und von denen Geistigen diejenigen, die mit keinem thätigen Verstande, sondern nur, wie die Peripatetici reden, mit einer facultate nutritiva und vegetativa begabet sind. Die Caussae liberae sind nicht an eine bestimmte Art zu würcken verbunden. Sie haben ein Vermögen, entweder dieses, oder das ihm entgegen gesetzte zu thun, und können sich durch eine freye Wahl zu einem von beyden determiniren.  
  Ihre Freyheit ist zweyerley: erstlich stehet es bey ihnen, zu würcken oder nicht, und können sie ihre Kräffte entweder anwenden, oder nicht, wie sie selbst wollen: diese Freyheit wird libertas contradictionis genennet. Hernachmahls so stehet bey Anwendung ihrer Kräffte noch bey ihnen, welche sie unter mehrerern einander entgegen gesetzten Thaten unternehmen wollen, welche Freyheit libertas contrarietatis genennet wird. In diese Classe gehören die geistigen oder lebenden Ursachen.  
  Diese Ursachen nun würcken nicht allemahl wie die natürlichen, nach ihren gantzen Kräfften, sondern sie können bey einem vorfallenden Wiederstand willkührlich vergrössern oder vermindern, ja auch wohl gar nicht wiederstehen. Daher die von denen Mechanicis vorgebrachte Vergleichung derer Caussarum moralium mit dem Gewicht in der Anwendung nicht richtig ist. Wie denn auch überhaupt die Lehre von diesen Ursachen nicht nach denen legibus motus mechanici muß beurtheilet werden  
  Die Caussae efficientes werden ferner eingetheilet in Caussas physicas et morales. Der Grund hier von ist die Imputation. Die Caussae liberae handeln nach einem Gesetze und nachdem die Handlung mit solchem übereinstimmet, oder nicht, so entstehet daher das Lob oder der Tadel derselben. Nun handeln die Caussae liberae nicht allemahl unmittelbar, sondern auch mittelbar, doch also, daß der vornehmste Grund in der ersten Ursache lieget, weil diese die Absicht hat, etwas zu vollbringen, und diese Absicht wird nach der Übereinstimmung mit dem Gesetze untersuchet, daher die Imputation des Lobes und des Tadels entstehet.  
  Diejenige Ursache, bei welcher die Zurechnung stattfindet, heisset Caussa Moralis, welche aber nur das Mittel gewesen ist, und in der Betrachtung, daß sie das Mittel ist, wird sie Caussa physica genennet. Die Moralis muß also allemahl Caussa libera seyn; Physica aber kan so wohl Caussa libera als natu-  
  {Sp. 1707/1708}  
  ralis seyn. Wenn ich jemand durch einen Banditen umbringen lasse, so ist der Bandite Caussa physica, und ich Caussa moralis, und wenn einer ein Hauß anzündet, so ist er selbst Caussa moralis des Brandes, das Feuer aber Caussa physica.  
  In Erwegung des Einflusses der würckenden Ursache in den Effectum, so haben einige Ursachen den Grund der geschehenen That in sich selber, ob sie gleich andere Kräffte annoch nöthig haben; andere hingegen müssen erst von einer andern angeführet werden. Die erstern werden Caussae principales, die letzteren minus prinicipales genennet. Die Caussa libera principalis gebrauchet insonderheit diese 3. Caussas minus principales.  
   
  Der Unterscheid der Caussae impulsivae und finalis ist dieser. Die erstere ist etwas gegenwärtiges, die letztere hingegen ist etwas zukünfftiges.  
  Die dritte Mit-Ursache ist, durch welche die Caussa principalis ihre Handlung hervorbringet, u. welche sich nur leidend verhält; diese wird Caussa instrumentalis genennet.  
  Zu einer Würckung gehören also mehrere Ursachen. Diese Ursachen stehen aber nicht allemahl unter einander, wie Caussae principales et minus principales, sondern man theilet annoch dieselben in Caussas subordinatas, und coordinatas. Die Caussae subordinatae dependiren von einander entweder im Würcken, als principales et minus principales, oder im existiren, z.E. Der Vater ist eher als der Sohn.  
  Hieraus entstehen die Eintheilungen der subordinatarum, in  
 
  • proximas et remotas,
  • primas et secundas,
  • dependentes et independetes.
 
  Ingleichen auch in  
 
  • subordinatas essentialiter,
  • sive per se, et accidentaliter,
  • sive per accidens.
 
  Die Caussae per se, sive essentialiter subordinatae sind solche, deren die eine von der andern in caussando dergestalt hanget, daß die untere ohne die obere nicht würcken könne; als Deus et Natura. Die accidentaliter subordinatae aber sind solche, welche zwar von einander dependiren, aber nur ratione existentiae, nicht im Würcken: also ist Cain von Adam und Eva entstanden, ratione der Würckung aber in dem Todtschlag Abels concurriren die beyden ersteren nicht.  
  Caussae coordinatae sind mehrere caussae von einerley Art, die ihre Caussalität zu Hervorbringung eines Effects einander mittheilen. Z.E. Etliche Pferde ziehen eine Last: zwey lebendigen Creaturen von verschiedenem Geschlechte zeugen die dritte. Hierdurch verstehet man die Regeln: Caussae coordinatae plures stant pro una: Gleichfalls kommt daher die Eintheilung in Caussas solitarias, welche alleine, et socias, welche mit anderen würcken, als coordinatae.  
  Die Caussae efficientes werden ferner in Caussas aequivocas und univocas eingetheilet. Aequivocae bringen einen sich unähnlichen Effect hervor, als wie die Kälte das Eiß: Univocae würcken, was ihnen gleich ist, als: ein Mensch zeuget einen Menschen:  
  {Sp. 1709/1710|S. 793}  
  aus dem Samen der Pflantze kommt die vorige Pflantze.  
  Und endlich werden auch die Caussae in Caussas per se oder per accidens eingetheilet. Der Grund derselben Eintheilung ist dieser: Man betrachtet nemlich die Krafft, worinnen die ratio caussandi bestehet; geschiehet der Effect nach derselben, so ist sie Caussa per se: geschiehet hingegen der Effect nur nach einer zufälligen Krafft, so ist die Caussa per accidens. Wenn der Musicus singt, und der Fischer fischt, sind beide Caussa per se: Singt der Fischer und fischt der Sänger, so sind die Caussae per accidens.
  • Scheibler in Opere Logico
  • Schertzer Manuale philos. …
  • Velthem in Institutionibus Metaphys. …
  • Hebenstreit in philosophia prima …
  • Donati Metaphys. Vsual. …
  • Clericus in Ontolog. …
  • Lange Nucl. logic.
  • Weise 5.
  • Buddeus in Philos. Instrum. …
  • Müller Metaphys. …
     

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Stand: 24. Februar 2013 © Hans-Walter Pries